Ernst Hardt - Rundfunkpionier, Demokrat, Exil in Ichenhausen
WDR
Ausstellung
Anlässlich des 150. Geburtstag zeigt die Stadt Ichenhausen in den Räumen des Bürgerbüros eine Ausstellung zum Leben und Schaffen des vielseitigen Akteurs Ernst Hardt. Feierlich eröffnet wird Sie am Sonntag, den 04. Oktober um 10 Uhr.
Ernst Hardt kann man in Ichenhausen an mehreren Stellen begegnen, aber die wenigsten werden davon Notiz nehmen.
Dass er einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller (neben Rilke, Schnitzler, Hauptmann) in der ersten Phase des 20 Jahrhunderts war, für einige literarisch Interessierte mag das von Bedeutung sein. Und dass sein Lebensweg im Januar 1947 knapp 4 Jahre nach seiner Ankunft in Ichenhausen endete, war wohl eher den kriegsbedingten Zufällen geschuldet als einer besonderen Verbindung mit dem Günztal-Städtchen. Aber dass er ab 1926 Generalintendant des Westdeutschen Rundfunks war, den er in dieser Frühphase des neuen Massenmediums zum größten und bedeutendsten Sender Europas machte, das wissen wohl die allerwenigsten, die auf der Wilhelmshöhe oder am Haus Günzburger Str. Nr. 31 seinem Namen begegnen. Diese seine Pionierleistung bildet den Mittelpunkt der Ausstellung. Mit zahlreichen Bild-Dokumenten wird auf mehreren Bannern, sowohl auf die letzten Ichenhausener Lebensjahre Hardts im Haus der Familie Striebel, wie auch auf seine Leistungen als WDR-Intendant und den Missbrauch des Rundfunks als Propaganda-Medium der NS-Zeit hingewiesen. Das Hardt´sche Verständnis des Massenmediums Rundfunk als Instrument der Volksbildung wird gewürdigt.
Es werden zudem Exponate aus seinem Leben gezeigt und Tondokumente runden die Präsentation ab.
Mitwirkende und Initiatoren des Ausstellung sind Jonny Reichensperger, Dr. Franz Ritter, Dr. Max Schubert, Karl Jordan und Franz Zenker.